WARUM WAR ICH NIE IN THERAPIE???
10. / 11. Juni 2017, Wildwuchs-Festival Basel


Die narzisstische Persönlichkeitsstörung ist Teil des Standardkatalogs ICD-10, aber als Diagnose umstritten, ebenso wie die teilweise Vermengung von „normalem“ und „pathologischem“ Narzissmus. „Hippo“ und „Der Pokal“, zwei selbstbezogene Performer Protagonisten, wollen es wissen: wer hat den größeren Geltungsdrang, sie selbst, die Maschine oder die Therapeuten? Erzieht uns eine Gesellschaft, in der wir online und offline dauergezwungen sind, die eigenen Leistungen leuchten zu lassen, Narzissmus an? Oder ist die Diagnose doch nur ein gutes Geschäft, da First World Problem-Neurotiker*innen immer neue, therapierbare Fehler an sich suchen?

Performance & Konzept: Tobias Bühlmann & Benjamin von Wyl, Produktionsleitung & Oeil Exterieur: Lisa Letnansky

 

UNSCHULDIG IM GLITZERWALD

be part of something bigger

Gessnerallee, Zürich 2017

 

„Statt das kritische Selberdenken mit heftige geführten Diskursen fördern zu wollen, könnte sich das Interesse gerade im Gegenteil verstecken: Der klandestinen Absicht, den Intellekt und die Aufmerksamkeit der Zuhörenden mit an Überdruss gereichender Wortschwallüberladung bis nahe an einen Erschöpfungszustand plattzureden. Die Verschleierungstaktik dafür ist nachgerade genialisch, stets das diamentral Konträre zu behaupten und …das eigene Publikum in zwei Gruppen von Gläubigen und Atheisten zu separieren…“

Frochaux,  PS

 

 

 

 

WIR SCHUTZGEBENDEN
asuperheroscape antworten auf Elfriede Jelinek
Rote Fabrik, in Kooperation mit Schauspielhaus, Zürich 2016

 

„Verkopft? Mag sein. Wer aber Bühlmanns Arbeiten kennt, weiss auch, dass es wenigen gelingt, Gesellschaftskritik so greifbar und wirkungsvoll auf die Bühne zu bringen.“
Isabel Hemmel, Tages-Anzeiger

 

„In drastisch-arroganten Worten wirft die Truppe "asuperheroscape" im Fabriktheater der Roten Fabrik Elfriede Jelinek vor, keinen Ausweg aus der Misere zu weisen. Als Alternative dazu: ein in roten Lack gewandeter Schweizer, ein Teufel im schwarzen und ein Engel im weissen Lack, ... Alles richtig, alles traurig. Aber eine Rede, die eine Bühne mit einer Wahlveranstaltung verwechselt, und ein Haufen Wut machen wieder nur einen unerträglichen Theaterabend.“
Valeria Heintges, Nachtkritik

 

 

 

 

KINDER DES WOHLSTANDS
been there, done that, feeling nicht so gut
Gessnerallee Zürich | Ballhaus Ost Berlin, 2015.

 

„Die Zivilisation ist ein Amphitheater in Ruinen; und wir sind alle nur ihre Castingshow-Ritter von trauriger Gestalt. Ein Pferd dirigiert den Menschen in dieser Tragödie namens Leben. Und der grandiose Soundkünstler Arvild Baud haut uns dazu ironischen Techno auf die Ohren, während uns das Lachen im Hals stecken bleibt: touché!“
Alexandra Kedves, Tages Anzeiger

 

„Diese „Life-Coaching-Show“ namens „Kinder des Wohlstands“ ist ein atmosphärisch-technoides Gesamtkunstwerk. Oder, um im Jargon zu bleiben, „der Knaller“!
Katja Baigger, Neue Zürcher Zeitung

 

 

KINDER DES WOHLSTANDS wurde ermöglicht durch Stadt Zürich Kultur, Hauptstadtkulturfonds Berlin, Kanton Zürich Kultur, Theaterhaus Gessnerallee, Ballhaus Ost, Ernst Göhner Stiftung und dem Probenhaus Mitte Berlin.

 

 

DAS UNFASSBARE SCHICKSAL DER ERLEBNISBANANE

Rote Fabrik Zürich | Ballhaus Ost Berlin, 2013.

 

 

„Wenn man einen Theatersaal verlässt und sich dabei fühlt, als sei man eben einer wohltuenden Gehirnwäsche unterzogen worden, auch weil man nicht alles mitbekommen, zugleich aber irgendwie viel begriffen hat, dann darf man sich getrost eingestehen: Dieses Stück war Klasse.“
Thomas Wyss, Tages-Anzeiger

 

„Diskursiver Gladiatorenkampf: Die Erlebnisbanane und der Hase liefern sich ihren Rollen entsprechend kostümiert ein diskursives Wortgefecht, bestehend aus Schlagworten, Worthülsen und Gemeinplätzen, die allesamt dem Argumentationsrepertoire neomarxistischer, medienanalytischer, poststrukturalistischer und postmoderner Theoriebildung entstammen. Es wird gestritten, doziert, gehadert, hinterfragt, analysiert und räsoniert, was das Zeug hält. (…) Diesem intellektuellen Vexierspiel zu folgen, erfordert jedoch ein erhebliches Mass an geistiger Aufmerksamkeit. Eindeutige Antworten erhält das Publikum jedenfalls nicht. Ob das überhaupt wichtig ist, das ist eine andere Frage.“
Nicolas Bollinger, Kulturkritik

 

 

 

 

 

FLUCH DER FREIHEIT

Videodokumentation 3. Vorstellung in Zürich Aktionshalle Rote Fabrik, Juni 2011.

 

 

 

Fotodokumentation:

 

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ZARATHUSTRA. DAS FEST.

Videodokumentation 3. Vorstellung in München, Ampere, September 2009.

 

Broschüre ZARATHUSTRA. DAS FEST.

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FAUST. EINE TRAGÖDIE.

Videodokumentation 2. Vorstellung in München, Muffathalle, Oktober 2007.

dvd cover und kurzbeschreibung FAUST. EINE TRAGÖDIE.