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Wildwuchs-Festival Basel

Warum war ich nie in Therapie????
 

10. / 11. Juni 2017

 

 

Die narzisstische Persönlichkeitsstörung ist zwar Teil des Standardkatalogs ICD-10, aber als Diagnose umstritten, ebenso wie die teilweise Vermengung von „normalem“ und „pathologischem“ Narzissmus. Bei aller Selbstbezogenheit wollen sich „Hippo“ und „Der Pokal“ darum auch auf – Hallo Relevanz! Hallo Geltungsdrang! – gesellschaftlicher Ebene mit dem Thema auseinanderzusetzen: Erzieht uns eine Gesellschaft, in der wir online und offline dauergezwungen sind, die eigenen Leistungen leuchten zu lassen, Narzissmus an? Oder ist die Diagnose doch nur ein gutes Geschäft, da First World Problem-Neurotiker_innen immer neue, therapierbare Fehler an sich suchen?

 

Performance & Konzept: Tobias Bühlmann & Benjamin von Wyl, Produktionsleitung & Oeil Exterieur: Lisa Letnansky

 

 

„In „Unschuldig im Glitzerwald" schreien sich vier weiße Männer an, weil sie privilegiert, zynisch und reich sind, … Wenn es nicht gegen die Schweizer Rechtspopulisten geht, wird die Frage aller Fragen gestellt: Wer ist jetzt eigentlich schuld daran, dass es Menschen anderswo auf der Welt schlecht geht, dass sie unter gefährlichen Bedingungen arbeiten müssen, keine Perspektive haben? … Dann wieder Elektro-Bums und Publikumsbeschimpfung.“
Charlotte Theile, Süddeutsche Zeitung, zu „Unschuldig im Glitzerwald“

 

„Die Kostüme sind wie immer top, wenn sie von Mimi Bühlmann stammen.“

Andreas Tobler, Tages-Anzeiger, zu "Unschuldig im Glitzerwald"

 

„Diese „Life-Coaching-Show“ namens „Kinder des Wohlstands“ ist ein atmosphärisch-technoides Gesamtkunstwerk. Oder, um im Jargon zu bleiben, „der Knaller“!
Katja Baigger, Neue Züricher Zeitung, zu „Kinder des Wohlstands“

 

„Wenn man einen Theatersaal verlässt und sich dabei fühlt, als sei man eben einer wohltuenden Gehirnwäsche unterzogen worden, auch weil man nicht alles mitbekommen, zugleich aber irgendwie viel begriffen hat, dann darf man sich getrost eingestehen: Dieses Stück war Klasse.“
Thomas Wyss, Tages-Anzeiger zu „DAS UNFASSBARE SCHICKSAL DER ERLEBNISBANANE“

 

„Mitmachtheater, sorry, ist nun mal des Teufels und hätte nie erfunden werden sollen.“
Simone Meier, Kritikerin Tages Anzeiger, zu „FLUCH DER FREIHEIT“

 

„In sagenhaften Kostümen von Mimi Bühlmann, die Klaus Nomi verzückt hätten, malträtiert die Gruppe „asuperheroscape“ in der Regie von Tobias Bühlmann den Theaterraum, das Publikum und den ins Zentrum gerückten Begriff der Freiheit. Das philosophisch schwergewichtige Thema in einem großen Bogen von der französischen Revolution bis hin zur uniformen Spassgesellschaft, die glaubt, individuell zu agieren, mit übersteuertem Schwachsinn zu konfrontieren, der nicht selten die Grenze zur Hysterie überschreitet, hat unbenommen seinen Reiz.“
Thierry Frochaux, Kritiker P.S., zu „FLUCH DER FREIHEIT“

 

 

„Hätte mich die glückliche Version der Wonder-Woman bei der Hand genommen und zum Tanz geleitet, ich wäre liebend gern zum Kind geworden.“
„Ich saß im Wald. Mit offenen Sinnen. …Ich habe einen Diamanten gefunden, den Zwerg auf der Schulter des Gehirnmannes gesehen und ein unschuldiges Blatt gemordet.“

Zuschauerkommentare auf Nachtkritik.de zum Projekt ZARATHUSTRA. DAS FEST.

 

„…als freilaufender Regisseur vollbringt er Dinge, die einen lange Zeit von weit entfernten Orten träumen lassen, bis man sich 124 Arten überlegt, ihren Urheber in kleine Scheiben zu schneiden.“
Egbert Tholl, Kritiker Süddeutsche Zeitung, zum Projekt FAUST. EINE TRAGÖDIE.